Die Rentenauskunft oder Renteninformation liegt vor Ihnen. Wissen Sie schon, wieviel Rente Ihnen später tatsächlich zur Verfügung steht?

Beachten muss man zum einen die Abschläge, die bei vorgezogenem Rentenbeginn abzuziehen sind. Hier haben Laien oft falsche Vorstellungen.

Zum anderen müssen Sie von Ihrer Rente auch noch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abziehen, sofern Sie die Voraussetzungen für die KVdR (Krankenversicherung der Rentner) erfüllen. Und zwar von allen Renten der 1. und 2. Schicht (Gesetzliche Rente und Betriebsrente).

In meiner Beratung lege ich Wert darauf, diese Abzüge deutlich zu machen, um Sie vor späteren Überraschungen zu schützen.

Wie hoch sind die Abzüge für die Kranken- und Pflegeversicherung?

  Gesetzliche Rente Betriebsrente
Krankenversicherung halber Beitrag voller Beitrag
KV-Zusatzbeitrag voller Beitrag voller Beitrag
Pflegeversicherung voller Beitrag voller Beitrag
Summe der ges. Abzüge  ca. - 11% ca. - 20%

Die genauen Werte hängen von Ihrer Krankenkasse ab, da jede Krankenkasse den Zusatzbeitrag individuell festlegt; er liegt derzeit (2019) zwischen 0,39% und 1,6%. Im Durchschnitt beträgt der Zusatzbeitrag derzeit 0,9%.

Außerdem werden unter Umständen Steuern auf die Rente fällig. Und zwar steigt der Anteil der Rentner/-innen, die tatsächlich Steuern zahlen müssen, durch die Rentenbesteuerungsreform aus dem Jahre 2005, infolge des Absenkens der Freibeträge, Jahr für Jahr an. Beginnt die Rente in 2019, liegt der Freibetrag bei 22%, bei einem Rentenbeginn in 2020 beträgt er 20% der Rente; ab 2021 sinkt er um 1 Prozentpunkt in Jahresschritten bis auf 0% im Jahre 2040. Meine Empfehlung an alle angehenden Rentner/-innen lautet daher: Machen Sie eine Steuererklärung (sofern Sie es nicht ohnehin schon tun), und zwar für das Jahr des Rentenbeginns und für das Jahr danach.